Elena im Interview
«Ich wohne an einem der schönsten Orte am Bielersee. Mir gefällt es hier. Hier gibt es Stabilität und Ordnung im Land. Ganz anders als in der Ukraine, wo ich aufgewachsen bin. Hier habe ich meine Zukunft gefunden. Hier ist meine Heimat.»
«Ich habe in Twann meine Zukunft gefunden»
Wer ist die temperamentvolle Ukrainerin an Tinus Seite? Was bedeutet mir die Schweiz? Und wie erlebe ich den Alltag auf der Domaine Mürset? Was mich Gäste im Trüel-Keller gerne fragen und was ich antworte, erfahren Sie hier:
- Tinu und Du arbeitet täglich zusammen und lebt zusammen. Wie erlebst Du das?
- Nur zu zweit in der Firma zu sein hat Vorteile und Nachteile. Wir tragen Misserfolge und ernten Erfolge zu 100 Prozent selbst. Wir können in jeder Situation nur auf einander zählen, auch wenn zu viel Arbeit da ist. Damit das klappt, braucht es Regeln und Zuständigkeiten. Wir probieren mindestens einen Tag pro Woche – jeder für sich – Ruhe zu finden.
- Wie erträgst Du die harte, körperliche Arbeit?
- Die Küchenarbeit während der Treberwurst-Saison ist anspruchsvoll: Alles zur Zeit auf dem Tisch, Menge genügend, Qualität gleichbleibend… das ist etwas belastend. Die ganzen Muskelschmerzen nach der harten Arbeit in Küche, Keller und Weinberg sind aber schnell vergessen, wenn unsere Kunden sich glücklich bedanken und den Wein hochloben.
- Ist es Dir wohl in der Schweiz?
- Ich wohne an einem der schönsten Orte am Bielersee. Mir gefällt es hier. Hier gibt es Stabilität und Ordnung im Land. Ganz anders als in der Ukraine, wo ich aufgewachsen bin. Hier habe ich meine Zukunft gefunden. Hier ist meine Heimat.
- Wie bist Du in die Schweiz gekommen?
- Ich war eine Träumerin und dachte, ich könnte die Welt verbessern. Deshalb ging ich in der Ukraine auf die Polizeischule und schaffte es später dank guter Noten auf die höchste Akademie der Polizei in Kiew. Mit der Zeit zerschlugen sich meine Träume: Ich kündigte bei der Polizei, weil ich die grassierende, unsterbliche Korruption nicht mehr aushielt. Ich begann von einer Familie zu träumen und realisierte, dass es in der Ukraine keine Zukunft für mich geben würde. Auf einer internationalen Datingseite lernte ich Tinu kennen. Wir trafen uns und er wurde die Liebe meines Lebens. Die Entscheidung war klar und fiel schnell: Ich zog zu Tinu nach Twann.



